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Deutsch
Projekte / sonst. Aktivitäten
Wir sind eine aktive Fachschaft und unternehmen viel mit unseren Schülern!
Je nach Altersstufe geht es in Bibliotheken, Ausstellungen (Gasteig - Münchner Bücherschau, z.B.), Theater- und Opernaufführungen; ständig gibt es Projekte, u. v. m.
Wir nehmen seit vielen Jahren am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil.
Hierzu gibt es in den 6. Klassen Vorentscheidungen, und die Klassensieger treten dann jedes Jahr im November gegeneinander an.
Unser Schulsieger kommt damit im bundesweiten Wettbewerb eine Runde weiter und trifft dann auf andere Schulsieger.
Diese traditionsreiche Leseförderung möchte Schüler ermuntern, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen und gut vorzutragen.
Zusätzlich belohnt der Elternbeirat die Teilnehmer mit Buchgutscheinen!
Leselust und Lesespaß stehen bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt.
MGM-Literaturprojekt 2011: Michael Köhlmeier
Die Fachschaft Deutsch des Michaeli-Gymnasiums München freut sich, für das diesjährige Literaturprojekt im
Frühjahr 2011 den Vorarlberger Autor Michael Köhlmeier präsentieren zu dürfen.
Muss man Michael Köhlmeier noch vorstellen?
Nicht wenn man antike Mythen mag und sie sich von Köhlmeier auf Br-alpha in seiner wunderbaren Art erzählen lässt.
Trotzdem ein paar Daten der Vollständigkeit halber: Der Autor wurde 1949 in Hard am Bodensee geboren. Er studierte
Germanistik und Politikwissenschaft in Marburg/Lahn sowie in Philosophie und Mathematik in Gießen. Verheiratet ist
er mit der Schriftstellerin Monika Helfer. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Vorarlberg und in Wien.
Köhlmeiers Publikationsliste ist lang. Zuletzt erschienen der Roman „Abendland“ (2007), „Idylle mit ertrinkendem
Hund“ (2008) und „Mitten auf der Straße. Die Erzählungen“ (2009).
MGM-Literaturprojekt 2010: Thomas Glavinic
Es ist so weit: Alle Schülerinnen und Schüler, Eltern, Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen, am Donnerstag, 11.03.10 um 19.00 Uhr in die Turnhalle 1 des Michaeli-Gymnasiums zu kommen, um diesen erfrischend vielseitigen und „wunderbar wilden“ (vgl. SZ-Magazin vom 22.01.10) Österreichischen Schriftsteller lesen zu hören.
Die Fachschaft Deutsch freut sich, für das diesjährige Literaturprojekt im Frühjahr 2010 den Wiener Autor Thomas Glavinic präsentieren zu dürfen. Thomas Glavinic, geboren 1972 in Graz, war Taxifahrer, Bergbauer und Werbetexter und schreibt seit 1991 Romane, Essays, Erzählungen, Hörspiele und Reportagen. 1998 erschien sein erster, hochgelobter Roman Carl Haffners Liebe zum Unentschieden, 2000 folgte sein zweiter Roman Herr Susi, 2002 sein Kriminalroman Der Kameramörder, 2004 Wie Man Leben soll, 2006 Die Arbeit der Nacht, 2007 Das bin doch ich und schließlich 2009 Das Leben der Wünsche.
Viele Infos zum Autor und eine Hörprobe finden sich auf dem Podcast auf folgender Internet-Seite:
thomas-glavinic.de
Poetry-Slam des Deutsch LK's am 28.10.11
Was hat man sich unter dem Begriff "Poetry Slam" vorzustellen? Ungefähr mit der selben Frage hatten sich letztes Jahr auch die beiden (letzten) Deutsch-Leistungskurse zu beschäftigen,
als ihnen eröffnet wurde, sie würden zu einem solchen eingeladen sein. Zusammen mit 2 anderen Schulen sollten die LKs insgesamt vier Handverlesene stellen, die dann in wettkampfähnlicher
Situation einen selbstverfassten Text vor Publikum vortragen sollten. Dieser Vortrag von maximal 7 Minuten Länge würde dann von einer professionellen Jury bewertet werden und am Ende des
Abends würden die besten drei Texte ausgezeichnet werden.
Am Donnerstag den 28.10. war es also soweit. Auf mehrere Autos verteilt machten wir uns auf den Weg zum Austragungsort Murnau und die anfängliche Zuversicht auf den sicheren Sieg und
das Vertrauen in unsere Texte schwand mit jedem zurückgelegten Kilometer. Als sich herausstellte, dass der Rahmen der Veranstaltung nicht wirklich klein war und schon eine ganze
Menge Schüler der beiden anderen antretenden Gymnasien anwesend waren trug das auch nicht unbedingt zum Abbau unserer Nervosität bei.
Die zwölf Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt und nachdem jeder Teilnehmer einer Gruppe seinen Text vorgetragen hatte, wurde jeder einzelne von der Jury mit Noten von 1-10 bewertet,
wobei jeweils die beste und die schlechteste gegebene Punktzahl gestrichen wurde.
Aufgrund der recht offenen Vorgaben für den Text gab es einiges an Abwechslung und die Vorträge erstreckten sich durch alle möglichen literarischen Formen und Genres, vom Gedicht über
Prosa bis hin zu einem Sketch wurde alles geboten. Auch die Themen waren recht unterschiedlich, mal ging es um die Auswahl eines Studienplatzes, formal angelehnt an Goethes Faust, mal
um die Sucht nach Computerspielen in Form eines Tagebuchs. Vor allem aber schien das Thema Liebe die Antretenden zu beschäftigen, ein gutes Drittel aller Texte handelte in irgendeiner
Weise von romantischen Gefühlen. Obwohl es den Regeln nach erlaubt gewesen war, zu zweit einen Vortrag zu halten, gab es nur ein Duo an dem Abend, dass sich in gereimter Form über eine
durchzechte Nacht und den folgenden Filmriss unterhielt und prompt den 3. Platz belegte.
Von den Teilnehmern des Michaeli-Gymnasiums schaffte es Lukas Leucht mit seinem Plädoyer einer Tsunami auf den zweiten Platz und da sich auch die anderen Mitgefahrenen auf recht
ansehnlichen Positionen im Ranking befanden, konnte unser Gymnasium am Ende den 1. Preis für die Schule erringen. Das uns als Trophäe überreichte Bild wurde sofort zum Aufhängen an
der Deutsch-Säule in der Pausenhalle bestimmt.
Vorlesewettbewerb der 6. Jgst. am 19.11.09
Das Schönste bei einem Vorlesewettbewerb ist das Zuhören. Man taucht gleich mit dem ersten Satz in eine Geschichte ein, lernt im Nu fremde Orte und Menschen kennen, Bilder entstehen im Kopf und schon vergisst man, dass man gerade als Juror an einem stinknormalen Donnerstagvormittag zusammen in einem Klassenzimmer des MGMs sitzt. |
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Der literarische Zauberteppich, geknüpft von Leonie P. 6a, Laura B. 6b, Josip P. 6c, Farwahar A. 6d und Johanna A.6e, bringt uns im Handumdrehen nach Damaskus, ein kleiner syrischer Junge unterhält sich dort gerade mit seinem Onkel, der zu ihm sagt: „Schade, dass ich nicht schreiben kann.“ Ich überlege kurz, ob ich nicht in einem früheren Leben Deutsch-Lehrer war, lass es aber gleich |
wieder sein. „Was für großartige Menschen sind doch die Chinesen“, sehe ich ihn sagen, obwohl irgendetwas in mir widersprechen möchte, „die Chinesen haben es mit der Erfindung des Papiers möglich gemacht, dass die Kunst des Lesens und Schreibens für jedermann zugänglich wurde. Sie brachten die Schrift von den Tempeln der Gelehrten und den Palästen der Könige auf die Straße.“ Aber ja! Schon mischen sich vor meinem inneren Auge arabische Klänge aus den engen Gassen der Altstadt Damaskus’ mit großartigen Tempelgebäuden und Menschen mit schwarzen Haarknoten in seidigen Gewändern. Es riecht exotisch nach einer heiß-dampfenden Brühe. „Ein toller Lehrer ist dieser Herr Katib, bei seinem Vorgänger lernten wir die Angst und den Respekt vor der Sprache kennen, bei Herrn Katib lernen wir sie lieben.“ Ja, so ein Lehrer müsste man mal sein, tönt es müde aus meinem Hinterkopf! „Früher sagte man uns, dass die Fantasie nur im Übertreiben zu finden sei, und Herr Katib lehrt uns, dass Märchen in den einfachen Dingen unseres Alltags passieren.“ Von welchem Alltag ist da die Rede? „Wozu die Schule? Es gibt viel zu viele Lehrer und Rechtsanwälte.“ Halt! |
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Mein Zauberteppich stürzt gerade ab. Ungläubig schaue ich in die fragenden Augen meines Kollegen neben mir in der Schulbank: „Ob Sie einen Stift für mich hätten? Für den Bewertungsbogen?“
Für wenige Bruchteile arbeitet jetzt wieder der normale Verstand, wägt ab, wertet, schreibt |
Punkte auf den Bogen, dann aber sofort wieder rauf auf den Teppich und ….
Beinahe hätte ich den Rückflug aus Rafik Schamis Roman „Eine Hand voll Sterne“ nicht mehr bekommen, aber Farwahar A. musste dann ja doch von uns allen als neue Schulsiegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen des MGMs ausführlich beklatscht werden. Herzlichen Glückwunsch!!!
Christian Schwirtlich |
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