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Englisch
Laptopklassen
Lernen und Lehren in Notebook-Klassen führt, wie zahlreiche Studien
bereits verdeutlichten, bei günstigen Rahmenbedingungen zu einem
Kompetenzzuwachs von Schülern auf fächerübergreifender Ebene.
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass auch ein
Lernzuwachs auf fachlicher Ebene verzeichnet werden kann:
Da Englischlernen mit dem Laptop in Form von lehrerzentriertem
Unterricht nicht als sinnvoll erachtet werden kann, muss zunächst
eine Lehr-Lernsituation geschaffen werden, die es erlaubt, dass das übliche Rollenmuster sich
verändert. Hierbei sind wiederum in erster Linie die Lehrer gefordert, neue Formen des Lehrens
und damit auch des Lernens auszuprobieren.
Damit sind wichtige Grundlagen für Veränderungen im Englischunterricht gelegt, andere Arbeits- und Übungsformen
können ausprobiert und in Lernroutinen zur Ausbildung von Lernerautonomie übernommen werden.
Dem Üben der Schüler kommt eine besondere Rolle zu, Üben wird als zentrales Element in den
Englischunterricht in der Schule integriert und nicht wie lange Zeit vor allem auf den Nachmittag
verlagert. Um Wissen aufzubauen und Wissenslücken zu schließen arbeiten die Schüler
in Laptop-Klassen sowohl im Team als auch individuell mit dem Laptop.
Als vorherrschende Sozialform des Englischunterrichts in Laptop-Klassen wurde die
Gruppenarbeit festgestellt. Partnerarbeit und Einzelarbeit ergänzen diese ebenso wie
Phasen des Unterrichts im Plenum. Lehrerzentrierter Frontalunterricht hingegen
stellt keine häufige Form im Englischunterricht von Laptop-Klassen dar. Durch das Arbeiten
in Kleingruppen wird zum einen ein wesentlich höherer Sprechanteil der Schüler erzielt. Zum
anderen bieten kommunikative Lernsituationen, bei denen Informationen gefunden, englischsprachige
Texte ausgewertet und bearbeitet sowie Präsentationen vorbereitet werden müssen, vielfältige Sprechanlässe.
Die Unterstützung des Präsenzunterrichts in der Schule durch digitale Materialien in
englischer Sprache, die der Nachbearbeitung der Themen des Unterrichts dienen, erfolgt
durch den häuslichen Gebrauch des Laptops am Nachmittag und am Wochenende. Zudem zeigt
sich, dass Schüler die Gelegenheit nutzen, auf Materialien in Online-Klassenzimmer
zurückzugreifen, die sie gemeinsam über Foren oder Wikis mit ihren Klassenkameraden
sowie den Lehrern bearbeiten. Insgesamt ergibt sich daraus eine intensivere und zeitlich
ausgedehntere Beschäftigung mit dem Englischlernen.
Der Ausbau von Medienkompetenz, Methodenkompetenz und Lernkompetenz in Bezug auf das
Unterrichtsfach Englisch zeigt sich bei den Schülern deutlich.
Unter geeigneten Voraussetzungen durch motivierte Schüler und fachkompetente Lehrkräfte
bietet der Laptop durchaus Potential, den schulischen Englischunterricht in den
nächsten 10, 20 oder 50 Jahren zu verändern.
Zu berücksichtigen bleibt immer, dass kein Medium zum Selbstzweck eingesetzt werden sollte.
Die Vermittlung der technischen Kompetenz stellt daher ein untergeordnetes Ziel des Laptop-Einsatzes
im schulischen Unterricht dar. Mit einem Laptop sinnvoll lernen zu können, bedeutet in erster Linie,
fachliche Kenntnisse zu erwerben sowie fächerspezifische Arbeitsformen kennen zu lernen, die einen
befähigen auch nach der Zeit in der Schule selbständig sowie im Team Neues entdecken zu können und
seinen Wissenshorizont dadurch zu öffnen.
Sabine Huber
Der Unterricht in den Laptop-Klassen orientiert sich an einem speziell für das
Michaeli-Gymnasium München entwickelten Notebook-Curriculum, das, ergänzend
zu den fachlichen Inhalten, die Methodenkompetenz der Schüle stärkt und ständig weiterentwickelt wird.
Ansprechpartner: Frau Elbl-Geretshuber
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