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Theater am MGM
Musical-Projekt des Unterstufenchores und Unterstufentheaters im Juli 2010
„Eigentlich ist es sehr schön, mal allein zu sein. Mal einen Nachmittag so ohne Herde,
keiner sagt mir, dass ich nicht so weit weggehen soll, keiner lacht über mich“! denkt Raffi,
der sympathisch-freche Giraffenjunge, als er nach einem Angriff der Löwen in der afrikanischen Savanne
seine Herde verloren hat. Bald trifft er neben fünf hektischen Erdmännchen auf Zea,
das warmherzig-verträumte Zebramädchen und eine wunderbare Freundschaft entsteht.
Doch damit beginnen die Probleme eigentlich erst, denn die erwachsenen Zebras und
Giraffen halten nicht viel voneinander. Zebra-Streifen und Giraffen-Punkte
passen ihrer Meinung nach einfach nicht zueinander …
Dies ist die Geschichte des afrikanischen Musicals „Tuishi pamoja“,
zu sehen auf dem Sommerfest des MGM und bei zwei weiteren Aufführungen.
„Tushi pamoja“ ist Swahili und bedeutet soviel wie „Wir wollen zusammen leben“.
Die diesjährige Musical-Produktion des Unterstufentheaters und des
Unterstufenchores greift damit ein immer aktuelles Thema auf. Schon
Leonard Bernstein hat es in Anlehnung an Shakespeare 1957 in den
Mittelpunkt seiner „Westside-Story“ gestellt, heute gestaltet es die Autorin
amerikanischer Teenager-Romane Stephenie Meyer in ihrer Vampir-Saga
„Twilight“: ungewöhnliche Freundschaften, die Vorbehalte überwinden
und Brücken schlagen, allen Schwierigkeiten zum Trotz.
Die 45 SängerInnen und knapp 20 SchauspielerInnen von Unterstufenchor
und Unterstufentheater haben auf vielen, vielen Proben unter der Leitung
von Frau Draeger und Frau Dr. Schürmann Wege gesucht, ihren
Zuschauern eindrucksvoll zu zeigen, wie diese besonderen Freundschaften -
und mit ihnen die Hauptfiguren Raffi und Zea wachsen. Und dass
letztlich sogar die erwachsenen Giraffen und Zebras zueinander finden,
gehört natürlich zur zwingenden Logik dieser Geschichte!
Mit afrikanisch-grooviger Live-Musik, kleinen Choreographien
und in vielen witzigen Dialogen zeigen die fleißigen Akteure
ihr Können und entführen die Zuschauer für eine knappe Stunde
in die Savanne Afrikas. Und dort erkennen dann nach einer
Stunde Aufführung endlich auch die erwachsenen Giraffen,
dass Zebra-Streifen „endlich mal was anderes“ sind, als immer nur Giraffen-Punkte!
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