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Autorenlesung am MGM mit Robert Seethaler 14.11.2013 19 Uhr

Robert Seethaler (©Sinissey)

Robert Seethaler

Würde man Wikipedia fragen, welchen Beruf Robert Seethaler ausübt, erhielte man „Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler“ als Auskunft. Tatsächlich ist Seethaler als Künstler vielfältig aktiv, was ihm einen intensiven Blick hinter die Kulisse „Menschsein“ erlaubt, fernab von Klischees und Sensationsgier. Zahlreiche Würdigungen bestätigen dies.

Deshalb freuen wir uns sehr, Sie zu einer Lesung mit Robert Seethaler am 14. November 2013 um 19 Uhr MGM einladen zu können.

Der Autor wird aus seinem neuesten Roman „Der Trafikant“ vorlesen, der die Geschichte des 17jährigen Franz Huchel erzählt. Dieser verlässt seine Heimat, sucht in Wien als Mitarbeiter einer Trafik sein Glück und knüpft dabei mit niemand geringerem als Sigmund Freud Freundschaft.
Und auch wenn die Beschreibungen „Bücherwurm“ und „Leseratte“ nicht ganz auf Sie zutreffen und Sie ebenfalls mit dem Begriff „Trafikant“ noch (!) wenig assoziieren, würden wir uns über Ihr zahlreiches Erscheinen sehr freuen.




LESUNGSBERICHT
„So viele Schulen sind stolz auf eine gewisse Tradition der Autoreneinladung, begrüßen ihren `neuen´ Autor mit der langen Aufzählung, wer bereits vor ihm zu Gast war und die Schule in seinen Bann zu ziehen vermochte. Die Erwartungshaltung an diesen Schulen ist groß. Gering, ja am geringsten ist sie hingegen an anderen (beide Typen von Schulen zahlen schlecht). Da, wo man auf keine Erwartungen trifft, [kommt man], um eine Deutschstunde zu füllen, eine Physikstunde zu verrechnen, den Schülern eine Lebendstudie in Sachen `so ein Autor, Künstler, keine Ahnung´ zu sein. Ärgerlich ist die unbedachte Einführung. Oft werden die dümmsten Details bemüht, um den Autor nur ja wie Sterntaler aller Hemden, aller Talente, aller Würde beraubt stehen zu lassen.“ (Zitat aus: Text und Kritik. Sonderband 2014.)

Oje, an dieser Stelle verlassen wir lieber Frau Gomringers Verriss von Autorenlesungen an Schulen, der 2013 unter dem bezeichnenden Titel „Schullesungen oder wo die Magie endet“ in der Zeitschrift „Text und Kritik“ veröffentlicht wurde. Oje, hoffentlich hat dies Robert Seethaler nicht gelesen, bevor er zu uns ans Michaeli-Gymnasium kam. Und wollen wir optimistisch hoffen, dass er dies nach seiner Lesung nicht gedacht hat.
Immerhin hatten sich die 12 SchülerInnen des P-Seminars „Vorbereitung und Durchführung einer Autorenlesung“ lange und äußerst ausführlich auf die Lesung mit dem österreichischen Schriftsteller und Schauspieler vorbereitet. In den Literaturhäusern Münchens hatten sie dafür das Spiel zwischen Moderator und Autor in verschiedenen Lesungen beobachtet und gemeinsam ausgewertet; hatten sich intensiv mit verschiedenen Romanen Seethalers, ebenso mit seiner Biographie beschäftigt und zu guter Letzt das Michaeli-Gymnasium ab Klasse 8 flächendeckend mit Referaten überzogen, um für einen Besuch „ihrer“ Autorenlesung zu werben. Engagiert wurden Plakate entworfen, verworfen und verteilt, Tickets gedruckt und verkauft, ein Büchertisch und ein Imbiss organisiert.

Besonders viel Mühe verwandte dann das gesamte Team, unterstützt durch die engagierten Mitglieder der AG Technik, auf die Gestaltung des Abends. Die Beleuchtung der Turnhalle wurde wieder und wieder diskutiert und umgebaut, Bühne und Bestuhlung möglichst einladend gestaltet und langsam übertrug sich die Nervosität der Moderatoren auf alle. Wie im Gespräch mit Robert Seethaler Triviales umgehen, ohne angestrengt intellektuell zu sein? Wie dem Autor eine Chance geben, ohne Langeweile sicher schon oft gestellte Fragen wieder zu beantworten? Wie die eher trostlose Atmosphäre einer Turnhalle für Publikum und Autor vergessen machen?

Seethaler kam am 14. November ins MGM und brachte viel Zeit mit. Er las unprätentiös, freundlich, authentisch aus seinem aktuellen Erfolgsroman „Der Trafikant“. Die Geschichte vom 17jährigen Franz Huchel, der 1937 sein Heimatdorf verlässt, um in Wien als Lehrling in einer Trafik - einem Tabak- und Zeitungsgeschäft - sein Glück zu suchen, war vielen Anwesenden bereits vertraut. Die knapp 140 Besucher folgten dennoch willig und genossen die von Seethaler entworfenen anrührenden Bilder. Anschließend bemühten sich die sehr gut informierten Moderatoren Anna Lu Gan und Moritz Volk (beide Q12) um den Autor. Und Robert Seethaler ließ sich auf das Spiel ein. Zunächst etwas zögerlich, überrascht von dem Interesse an seiner Person, später mit launigen Anekdoten aus dem Alltag eines Kreativen. Das Publikum genoss den Autor, der mit leiser Selbstironie fesselnde Antworten gab. Da war zu erfahren, dass Seethaler so lange an einem Satz arbeite, bis dieser stimmig sei, und dass er seine Bücher auf Laptop schreibe, nicht verstehend, warum heute noch jemand mit Papier arbeite. Und gefragt, ob er eine Erklärung für seine wunderbaren Sprachbilder habe, fand der Gast eine überraschende Erklärung: Robert Seethaler meinte, er sehe schlecht und vielleicht gebe es deswegen so „starke innere Bilder“.

Doch in Erinnerung der eingangs erwähnten Vorwürfe Nora Gomringers an Autorenlesungen in Schulen unterbrechen wir hier die Dokumentation dieser spannenden Selbstauskünfte. Wir wollen den Autor nicht seiner Hemden resp. seiner Würde berauben - die erzählten Anekdoten gehören dem Abend. Ein Abend, der die Erwartung der engagierten P-Seminaristen und des Publikums sicher erfüllte - ein restlos leergekaufter Büchertisch mag dies belegen.

Dr. Monika Schürmann


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